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T-Shirts Aus! Pünktlich zu den Sommerferien ist es endlich doch noch so richtig heiß geworden. Den passenden Soundtrack zum gepflegten Baden in der Sonne liefert dazu das in Berlin ansässige Gitarren-Pop-Trio Hund Am Strand mit ihrem Mitsing-Song 'Jungen Mädchen'. Denn den Temperaturen entsprechend wird bei dem Stück im Refrain empfohlen: "Alle Jungen, alle Mädchen, zieht eure T-Shirts aus - Yeah yeah!" Auf charmant-naive Weise wird aber auch gleich mal die Hoffnung mit ausgesprochen, dass wir doch einfach alle Kriege einfrieren könnten."Der Text hat einfach zwei Ebenen. Es geht darum, dass du als Jugendlicher schon manchmal das Gefühl hast, dass du alles schaffen kannst, sogar den Krieg einfrieren. Aber eigentlich hast du ja nichts", erklärt der 24-jährige Sänger und Gitarrist Fabian Schwinger die Idee hinter 'Jungen Mädchen'. "Du hast keine Macht, keine finanziellen Möglichkeiten, keinen Einfluss. Das Einzige, was du hast, ist dein Körper, mit dem du tanzen und die älteren Leute beeindrucken kannst. Es geht um diese Doppeldeutigkeit, dass du natürlich dein T-Shirt ausziehen kannst, aber was nützt es eigentlich? Vielleicht ist es besser, das T-Shirt anzubehalten und darüber nachzudenken, dass nicht alles so einfach ist." Was (nicht nur) die Jugend gerade sonst noch so bewegt, kann übrigens auf dem dazugehörigen Album 'Adieu Sweet Bahnhof' nachgehört werden. Zusammen mit Bassistin Tina Mamczur und Schlagzeuger Martin Thomas hat sich Fabian darauf konzentriert, einfach in klassischer Besetzung zehn kleine Popsongs ohne Elektro-Schnickschnack einzuspielen. "Wir sind absolut keine Technikfreaks. Das spiegelt sich auch in der Musik wieder. Am Anfang habe ich einfach sowas runter geschrammelt. Ich hatte gar kein Interesse, mich mit der Gitarre auseinanderzusetzen. Bis ich gemerkt habe, dass mir ständig die Gitarrensaiten rissen. Das hatte so keinen Sinn. Ich sah ein, dass dieses Desinteresse ungünstig war. Trotzdem geht mir Spezialistentum mit Soli und so auf den Keks. Im Studio war es dann schon ein bisschen so, als ob ich erst Gitarrespielen gelernt hätte. Tobias Siebert, der das in seinem Radio-Buellebrueck-Studio aufgenommen hat, hat mir ein paar Techniken gezeigt, die einfacher waren, aber genauso gut klangen. Außerdem hat er zusätzliche Gitarrenspuren aufgenommen, damit das Ganze noch voller klingt." Auf textlicher Ebene interessant ist Fabians Technik, Sätze zu verwenden, die sowohl im Lied als auch in der Live-Situation Aufmerksamkeit erzeugen und so immer ein wenig die Grenze zwischen Text- und Realebene verwischen. In 'Erklär Mir Die Welt' leitet er die einzelnen Szenen einer sich entwickelnden Beziehung dadurch ein, dass er sie immer als Teile einer Anmoderation gliedert. Bei 'G' rät er erst der ehemals geliebten Person "Geh, du kannst mir nichts erzählen./ Geh, du brauchst dich nicht zu quälen./ Geh, wenn es an den Unterschieden liegt", um schließlich in den Plural zu wechseln und den Hörern "Geht, ihr könnt mir nichts erzählen./ Geht - Verpisst euch - Raus hier - Tür zu!" entgegen zu schreien. Negative Auswirkungen beim Konzert soll diese Verbalattacke allerdings noch nicht gehabt haben. Aufhorchen lässt auch eine Zeile aus '47 11', denn darin singt Fabian "Doch langsam geht mir der Text aus./ Das Singen und Spielen verlangt soviel ab./ Was willst du tun, wenn ich keine Kraft mehr hab?". Dabei gibt der Text durchaus seine Erfahrung wieder, dass ihm bei ihren ersten Konzerten schon ab und zu die Puste wegblieb. "Später habe ich das dann durch die Gesangstechnik in den Griff bekommen. Im Text geht es zwar einerseits darum zu spiegeln, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, auf einer Bühne zu stehen. Andererseits kann das aber auch auf eine Beziehung bezogen werden, bei der einem auch mal die Worte fehlen."Auch bei der Suche nach dem Bandnamen fehlten den Dreien anfangs die Worte. Doch dann kam ein glücklicher Zufall zur Hilfe, der dann optisch auch das Cover ihrer ersten Demo-EP zierte. "Damals wurde von uns wirklich nahezu verzweifelt nach einem Namen gesucht, bis wir schließlich auf dieses Foto trafen. Wir haben uns also tatsächlich nach diesem Bild benannt." Auch der Titel des Albums ist übrigens bei jemand anderem entliehen worden. Er beruht auf dem gleichnamigen Comic von Max Goldt, der sich den Namen allerdings selber aus unbekanntem Ursprung geholt hat. Da er angeblich die Quelle davon nicht recherchieren konnte, hat er seine Leser gebeten, den Titel doch bitte weiterzuverbreiten. "Wobei der Titel auch bei uns passt, denn ein Bahnhof hat mit der Fremde zu tun und in unseren Liedern geht es oft darum, sich im Alltag oder einer Beziehung fremd zu fühlen. Deshalb haben wir diesen Impuls aufgenommen und unser Album so benannt!" Text: Holger Köhler Hört Hört: Die Bandinfo sowie diese und weitere Fotos (hochauflösend) zum Download findet ihr auf: www.motor.de/presse Die Zugangsdaten gibt Euch der liebe Christian: christian.reither [at] motor.de 030/ 74 777 805 |










Pünktlich zu den Sommerferien ist es endlich doch noch so richtig heiß geworden. Den passenden Soundtrack zum gepflegten Baden in der Sonne liefert dazu das in Berlin ansässige Gitarren-Pop-Trio Hund Am Strand mit ihrem Mitsing-Song 'Jungen Mädchen'. Denn den Temperaturen entsprechend wird bei dem Stück im Refrain empfohlen: "Alle Jungen, alle Mädchen, zieht eure T-Shirts aus - Yeah yeah!" Auf charmant-naive Weise wird aber auch gleich mal die Hoffnung mit ausgesprochen, dass wir doch einfach alle Kriege einfrieren könnten.
Auf textlicher Ebene interessant ist Fabians Technik, Sätze zu verwenden, die sowohl im Lied als auch in der Live-Situation Aufmerksamkeit erzeugen und so immer ein wenig die Grenze zwischen Text- und Realebene verwischen. In 'Erklär Mir Die Welt' leitet er die einzelnen Szenen einer sich entwickelnden Beziehung dadurch ein, dass er sie immer als Teile einer Anmoderation gliedert. Bei 'G' rät er erst der ehemals geliebten Person "Geh, du kannst mir nichts erzählen./ Geh, du brauchst dich nicht zu quälen./ Geh, wenn es an den Unterschieden liegt", um schließlich in den Plural zu wechseln und den Hörern "Geht, ihr könnt mir nichts erzählen./ Geht - Verpisst euch - Raus hier - Tür zu!" entgegen zu schreien. Negative Auswirkungen beim Konzert soll diese Verbalattacke allerdings noch nicht gehabt haben. Aufhorchen lässt auch eine Zeile aus '47 11', denn darin singt Fabian "Doch langsam geht mir der Text aus./ Das Singen und Spielen verlangt soviel ab./ Was willst du tun, wenn ich keine Kraft mehr hab?". Dabei gibt der Text durchaus seine Erfahrung wieder, dass ihm bei ihren ersten Konzerten schon ab und zu die Puste wegblieb.